Ein gut organisierter Camping-Stellplatz macht einen größeren Unterschied, als man zunächst denkt. Denn rund um Wohnwagen, Wohnmobil oder Van sammeln sich schnell Campingmöbel, Schuhe, Handtücher, Küchenutensilien, Kabel, Abfallbehälter und anderes Camping-Zubehör.
Wer einfach alles dort abstellt, wo gerade Platz ist, muss später häufig suchen, umräumen oder über Dinge steigen. Besser ist es, den Stellplatz von Anfang an in sinnvolle Bereiche aufzuteilen.
Dabei geht es nicht darum, beim Camping perfekte Ordnung zu halten. Vielmehr sollte jedes häufig benötigte Teil einen praktischen Platz bekommen und der verfügbare Raum möglichst sinnvoll genutzt werden.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du deinen Camping-Stellplatz übersichtlich organisierst und dabei Laufwege, Stauraum und Befestigungsmöglichkeiten clever einbeziehst.
Warum lohnt es sich, den Camping-Stellplatz zu organisieren?
Ein Stellplatz ist während des Urlaubs weit mehr als nur die Fläche, auf der Wohnwagen oder Wohnmobil stehen. Er wird zum erweiterten Wohnbereich.
Hier wird gekocht, gegessen, entspannt, Ausrüstung gelagert und häufig ein großer Teil des Tages verbracht.
Je kleiner der verfügbare Platz ist, desto wichtiger wird deshalb eine sinnvolle Aufteilung.
Eine gute Organisation kann dabei helfen:
- Laufwege freizuhalten
- häufig benötigte Gegenstände schneller zu erreichen
- herumliegendes Camping-Zubehör zu reduzieren
- Tisch- und Arbeitsflächen freizuhalten
- Abfall an einem festen Platz zu sammeln
- nasse und trockene Gegenstände voneinander zu trennen
- den Stellplatz schneller auf- und abzubauen
Auf Campingplätzen sollte außerdem immer die jeweilige Platzordnung berücksichtigt werden. Sie kann unter anderem Vorgaben zum Aufstellen von Fahrzeugen und Zelten, zur Sauberkeit, Abfallentsorgung und zum Umgang mit Feuer enthalten.
1. Den Stellplatz zuerst in Bereiche einteilen
Bevor Campingstühle, Tisch, Grill und Zubehör ausgepackt werden, lohnt sich ein kurzer Blick auf den gesamten Stellplatz.
Überlege zunächst, welche Bereiche du tatsächlich brauchst.
Eine einfache Aufteilung könnte beispielsweise so aussehen:
Wohnbereich
Campingstühle, Tisch und alles, was zum Sitzen und Entspannen benötigt wird.
Küchenbereich
Kocher, Küchenhelfer, Geschirr und Lebensmittel, soweit diese draußen verwendet oder aufbewahrt werden.
Organisationsbereich
Häufig benötigtes Zubehör, Handtücher, Lampen, Organizer oder kleine Helfer.
Abfallbereich
Ein fester Platz für den Camping-Mülleimer oder Abfallbehälter.
Technikbereich
Stromversorgung, Kabel, Wasserversorgung und anderes technisches Zubehör.
Diese Bereiche müssen natürlich nicht sichtbar voneinander getrennt sein. Es geht vielmehr darum, jedem Gegenstand einen logischen Platz zu geben.
2. Laufwege von Anfang an freihalten
Einer der häufigsten Fehler beim Aufbau ist, zuerst Möbel und Zubehör aufzustellen und sich erst anschließend Gedanken über die Laufwege zu machen.
Besser ist die umgekehrte Reihenfolge.
Überlege zuerst:
Wo befindet sich der Eingang?
Wie gelangst du zum Tisch?
Wo wird gekocht?
Wo befinden sich Strom und Wasser?
Welchen Weg benutzt du besonders häufig?
Genau diese Bereiche sollten möglichst frei bleiben.
Kabel, Taschen, Schuhe oder loses Camping-Zubehör mitten im Laufweg werden spätestens am Abend lästig.
Auch Sicherheits- und Rettungsbereiche des Campingplatzes dürfen selbstverständlich nicht durch die eigene Ausrüstung blockiert werden. Vorgeschriebene Brandschutzstreifen müssen beispielsweise freigehalten werden.
3. Häufig benötigtes Camping-Zubehör griffbereit platzieren
Nicht jedes Zubehör benötigt denselben Platz.
Eine einfache Regel hilft:
Je häufiger du etwas benutzt, desto leichter sollte es erreichbar sein.
Eine Lampe, die jeden Abend benötigt wird, sollte nicht unter drei Taschen liegen.
Dasselbe gilt beispielsweise für:
- Küchenhelfer
- Handtücher
- Geschirrtücher
- Müllbeutel
- Taschenlampen
- Flaschenöffner
- kleine Organizer
- Hundezubehör
- häufig verwendete Campingutensilien
Selten benötigte Gegenstände können dagegen weiter hinten im Stauraum bleiben.
Kompaktes und platzsparend verstaubares Zubehör kann generell helfen, Ordnung und Funktionalität am Campingplatz zu verbessern.
4. Nicht jede freie Fläche als Ablage verwenden
Der Campingtisch ist ein klassisches Beispiel.
Eigentlich soll dort gegessen, gespielt oder gemeinsam gesessen werden. Trotzdem landen dort innerhalb kurzer Zeit Schlüssel, Lampen, Sonnencreme, Küchenhelfer, Kabel und allerlei Kleinteile.
Das Problem ist nicht unbedingt zu wenig Platz.
Oft fehlt einfach ein definierter Platz für diese Gegenstände.
Deshalb lohnt es sich, zusätzliche Ablage- oder Befestigungsmöglichkeiten zu schaffen.
Dabei kann man beispielsweise vorhandene Strukturen wie Kederschienen nutzen oder Zubehör an dafür geeigneten Halterungen befestigen.
Genau dafür sind modulare Systeme wie SheltaFlex interessant: Zubehör bekommt einen definierten Platz, ohne dass dafür jedes Mal zusätzliche Möbel aufgestellt werden müssen.
5. Vertikalen Platz am Stellplatz nutzen
Beim Camping denken wir häufig nur an die verfügbare Bodenfläche.
Dabei gibt es noch eine zweite Dimension:
die Höhe.
Wer Zubehör aufhängt oder an vorhandenen Systemen befestigt, benötigt dafür keine zusätzliche Stellfläche.
Typische Beispiele sind:
- Handtücher
- kleine Taschen
- Lampen
- Küchenhelfer
- Organizer
- leichte Ablagen
- Abfalllösungen
- anderes leichtes Camping-Zubehör
Gerade auf kleinen Parzellen kann die vertikale Organisation deshalb interessant sein.
Kederschienen am Wohnwagen oder Vorzelt können beispielsweise nicht nur für Vorzelte und Sonnensegel genutzt werden. Mit passendem Zubehör entstehen daraus zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten.
Mehr dazu:
Keder & Kederschiene beim Camping – einfach erklärt
6. Einen festen Platz für den Camping-Mülleimer einplanen
Der Abfallbehälter wird beim Aufbau gerne vergessen.
Später steht er dann neben dem Tisch, unter dem Tisch oder irgendwo dort, wo gerade noch Platz war.
Besser ist es, ihn direkt bei der Planung des Stellplatzes zu berücksichtigen.
Der ideale Platz sollte:
- gut erreichbar sein
- nicht mitten im Laufweg liegen
- möglichst nicht ständig umgesetzt werden müssen
- zur eigenen Nutzung des Stellplatzes passen
Gerade bei kleineren Stellplätzen kann eine befestigte oder integrierte Abfalllösung helfen, Bodenfläche freizuhalten.
Beim SheltaFlex TrashDock bzw. FlexDock Duo lässt sich beispielsweise ein kompatibler Flextrash-Abfallbehälter in das SheltaFlex System integrieren.
So bekommt auch der Abfallbehälter einen festen Platz.
Mehr dazu:
Camping-Mülleimer: praktische Lösungen für Wohnwagen & Wohnmobil
7. Nasse Sachen getrennt organisieren
Nach dem Schwimmen, Duschen oder einem Regenschauer entstehen beim Camping schnell nasse Handtücher, Kleidung oder andere feuchte Gegenstände.
Diese sollten möglichst nicht zwischen trockenen Taschen und anderem Zubehör landen.
Plane deshalb einen festen Bereich für nasse Sachen ein.
Das kann beispielsweise eine geeignete Wäscheleine, ein Haken oder eine andere dafür vorgesehene Befestigungsmöglichkeit sein.
Wichtig ist vor allem:
Nass bekommt einen anderen Platz als trocken.
Diese kleine Regel kann erstaunlich viel Unordnung verhindern.
8. Kabel und technische Versorgung sauber planen
Auch Strom- und Wasserversorgung gehören zur Organisation des Stellplatzes.
CEE-Kabel, Verlängerungen, Wasserschläuche und Adapter sollten nicht kreuz und quer durch den Aufenthaltsbereich verlaufen.
Stromversorgung, Wasserversorgung und die Stabilisierung des Fahrzeugs gehören zu den grundlegenden Punkten beim Einrichten eines Wohnmobil-Stellplatzes.
Plane deshalb möglichst früh:
- Wo befindet sich der Stromanschluss?
- Wo befindet sich Wasser?
- Welche Kabellänge wird benötigt?
- Wo verlaufen Kabel und Schläuche?
- Können häufig genutzte Laufwege freibleiben?
Je früher diese Dinge berücksichtigt werden, desto weniger muss später umgebaut werden.
9. Weniger Einzelteile können mehr Ordnung bedeuten
Mehr Camping-Zubehör führt nicht automatisch zu einem besser organisierten Stellplatz.
Im Gegenteil.
Zehn einzelne Helfer benötigen zehn verschiedene Plätze.
Deshalb lohnt es sich zu überlegen, welche Dinge wirklich benötigt werden und welche Funktionen miteinander kombiniert werden können.
Ein modulares System kann hier Vorteile bieten.
Bei SheltaFlex bildet beispielsweise eine zentrale Basis zusammen mit der Carbon-Teleskopstange den Ausgangspunkt für unterschiedliche Adapter und Erweiterungen.
Statt für jede Funktion eine komplett neue Konstruktion aufzustellen, kann dasselbe Grundsystem für verschiedene Anwendungen genutzt werden.
Das spart nicht automatisch jeden Zentimeter – kann aber helfen, den Stellplatz strukturierter aufzubauen.
10. Beim Aufbau schon an den Abbau denken
Ein guter Stellplatz lässt sich nicht nur schnell aufbauen.
Er lässt sich auch wieder unkompliziert abbauen.
Deshalb sollte Zubehör möglichst so organisiert werden, dass beim Abreisetag nicht erst an fünf verschiedenen Stellen gesucht werden muss.
Eine sinnvolle Reihenfolge ist beispielsweise:
Aufbauen → festen Platz vergeben → während des Aufenthalts beibehalten → gesammelt wieder verstauen.
Wer häufig denselben Aufbau verwendet, entwickelt mit der Zeit automatisch eine eigene Routine.
Und genau das macht Camping angenehmer.
Ordnungssystem statt perfekter Ordnung
Ein organisierter Camping-Stellplatz muss nicht aussehen wie ein Showroom.
Camping bedeutet schließlich auch Freiheit und unkompliziertes Leben draußen.
Das Ziel ist deshalb nicht, dass nichts herumliegen darf.
Entscheidend ist vielmehr:
Die wichtigen Dinge sollten dort sein, wo du sie brauchst.
Wenn Laufwege frei bleiben, Zubehör feste Plätze bekommt und vorhandener Raum sinnvoll genutzt wird, entsteht ganz automatisch mehr Übersicht.
Dabei können einfache Haken und Organizer genauso sinnvoll sein wie Kederschienen, Ablagen oder modulare Befestigungssysteme.
SheltaFlex als Teil eines organisierten Stellplatzes
SheltaFlex wurde genau für solche Situationen entwickelt.
Die Idee dahinter ist nicht, noch mehr Camping-Zubehör auf den Stellplatz zu stellen, sondern verschiedene Funktionen über ein gemeinsames modulares Grundsystem zu organisieren.
Je nach Aufbau können beispielsweise Befestigungs-, Ablage- oder Abfalllösungen ergänzt werden.
So lässt sich das System an unterschiedliche Situationen am Stellplatz anpassen.
Einstecken. Drehen. Fixieren.
Und wenn etwas nicht benötigt wird, kann der Aufbau wieder verändert oder entfernt werden.
Häufige Fragen zum Organisieren des Camping-Stellplatzes
Wie organisiert man einen kleinen Camping-Stellplatz?
Teile den verfügbaren Platz zunächst nach Funktionen auf und halte die wichtigsten Laufwege frei. Häufig benötigte Gegenstände sollten gut erreichbar sein. Zusätzliche Bodenfläche lässt sich sparen, indem geeignete vertikale Befestigungs- und Ablagemöglichkeiten genutzt werden.
Was sollte am Camping-Stellplatz immer griffbereit sein?
Das hängt von deinen Gewohnheiten ab. Häufig sind Lampen, Küchenhelfer, Handtücher, Müllbeutel und regelmäßig benötigte Kleinteile sinnvoll in direkter Reichweite.
Wie vermeidet man Unordnung auf dem Campingtisch?
Gib kleinen Gegenständen feste Plätze außerhalb der eigentlichen Tischfläche. Haken, Organizer, Ablagen oder geeignete Befestigungssysteme können dabei helfen.
Wohin mit nassen Handtüchern beim Camping?
Nasse Textilien sollten möglichst getrennt von trockener Ausrüstung aufgehängt oder gelagert werden. Ein fest eingeplanter Bereich verhindert, dass feuchte Sachen über Stühle, Türen oder Möbel verteilt werden.
Wo sollte der Camping-Mülleimer stehen?
Der Abfallbehälter sollte gut erreichbar sein, ohne einen häufig genutzten Laufweg zu blockieren. Bei wenig Bodenfläche können befestigte oder integrierte Lösungen interessant sein.
Wie kann ich beim Camping mehr Platz schaffen?
Nicht nur die Bodenfläche betrachten. Vorhandene Kederschienen, geeignete Befestigungspunkte und vertikale Lösungen können zusätzlichen Organisationsraum schaffen.
Muss ich beim Aufbau die Regeln des Campingplatzes beachten?
Ja. Die jeweilige Platzordnung kann beispielsweise das Aufstellen von Fahrzeugen und Zelten, Sauberkeit, Abfallentsorgung und den Umgang mit Feuer regeln. Sicherheitsbereiche und Brandschutzstreifen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.